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Das Watanagashi-Festival ist das größte Fest im Dorf

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Hinamizawa. Es kommen viele Leute aus den Nachbardörfern dorthin, um zu feiern. Das Fest findet jedes Jahr, zu Ehren des Gottes Oyashiro-sama, am dritten Sonntag im Juni statt (im Shouwa-Jahr 58 - 1983 - also am 19. Juni). Viele Leute aus dem Dorf denken, dass es nur ein Fest sei, bei dem man sich für den Futon und andere Sachen, die man im Winter braucht, bedankt. Doch Miyo Takano erklärt das Fest mit der alten Sage, dass die Einwohner aus dem Dorf zur Hälfte Dämonenblut haben. Gelegentlich, wenn das kannibalistische Dämonenblut erwacht, entführten sie jemanden aus dem Dorf, und in der Nacht des Watanagashi-Festes aßen sie ihr Opfer mit Genuss. Das Wort "Wata" für "Baumwolle" kann auch "Eingeweide" bedeuten. Miyo behauptet, dass diese alten Bräuche auch in der Gegenwart noch Anhänger hätten, die solche Rituale zelebrieren würden. Das Watanagashi-Festival steht seit dem Tod des Bauleiters des Hinamizawa-Dammprojekts in Verbindung mit "Oyashiro-samas Fluch". Denn dass die Mordfälle in zeitlicher Nähe zu dem Fest stattfinden, wird als Anzeichen dafür ausgelegt, dass sie in Verbindung mit Oyashiro-samas Zorn stehen.

Im Jahr 1978 war das Fest nur eine kleine Versammlung trinkfreudiger älterer Anwohner. Jedoch sah Rika Furude schon damals voraus, dass das Fest in wenigen Jahren groß und gut besucht werden würde. Eine mögliche Ursache: die Angst vor Oyashiro-samas Fluch. Im Jahr 1983 wurden Tausende von Besuchern gezählt.

Der Ritus des Watanagashi-Fests ist mit dem Sündenbock-Ritual vergleichbar: Der Mensch überträgt seine Schuld, die er im Laufe des Jahres auf sich geladen hat, auf ein Wattebällchen und lässt dieses den Fluss hinabtreiben. Dadurch hat er die Möglichkeit, sich von der quälenden Sorge wegen der Fehler, die er begangen hat, zu befreien und neu anzufangen. Dieser Brauch steht im Gegensatz zu einer Anschauung, nach der immer ein Mensch die Verantwortung für einen Fehlschlag oder eine Tragödie übernehmen und stellvertretend für andere büßen muss. Rena beispielsweise glaubte, die Schuld für die Scheidung ihrer Eltern auf sich nehmen zu müssen, und fügte sich selbst Verletzungen zu. Aber die Bedeutung des Watanagashi-Fests zeigte ihr, dass sie sich auch auf andere Art von ihrer Schuld befreien und ein glückliches Leben führen konnte.

Der Ablauf des Watanagashi-Rituals

- Im Altarraum des Schreins befinden sich eine Taiko-Trommel sowie ein paar Futons.
- Mit einem Schlag der Taiko-Trommel wird das Ritual eingeleitet. Alle Umstehenden schweigen.
- Das Schreinmädchen (Miko) tritt zusammen mit älteren Herren in Priestergewändern auf. Die Miko trägt eine große verzierte Hacke.
- Die Miko sagt ein Gebet auf. Darauf schwingt sie die Hacke gegen die Futons und beginnt sie aufzureißen. Sie reinigt die Futons auf rituelle Weise von bösen Kräften, die sich im Verlauf des Winters angesammelt haben.
- Nach einem weiteren Trommelschlag verbeugt sich die Miko und verlässt unter dem Beifall der Anwesenden den Altarraum.
- Die älteren Herren heben die Futons auf und die Menge folgt ihnen die Steinstufen hinab zum Fluss. Das Flussufer ist durch Feuer erhellt.
- Die Menschen sammeln sich um die Futons und die Mitglieder des Festkomitees händigen jedem ein Bällchen von Baumwolle aus den Futons aus.
- Wenn man sein Bällchen erhalten hat, hält man es in der rechten Hand und verscheucht die bösen Geister symbolisch mit der linken Hand.
- Dann berührt man seine Stirn, seine Brust, seinen Nabel und seine Oberschenkel mit der Wolle. Dabei dankt man Oyashiro-sama jedes Mal im Stillen. Dies wird dreimal durchgeführt. 
- Nun sind die bösen Geister, die den Menschen verfolgten, in das Baumwoll-Bällchen übergegangen. Man übergibt es dem Wasser des Flusses und beobachtet, wie es in der Strömung verschwindet.

(nach der Darstellung der Sound Novel)

Oyashiro-samas Fluch

Jedes Jahr zum Zeitpunkt des Watanagashi-Fests, seit dem Jahr 1979, starb jemand und ein anderer verschwand. 1979 wurde der Bauleiter des Dammes ermordet. Er wurde in Stücke zerschnitten und der Hauptverdächtige gilt als vermisst. Im nächsten Jahr (1980) stürzte Herr Houjou, ein Einwohner, der die Evakuation aufgrund des Damm-Projekts unterstützt hatte, bei einer Reise mit seiner Frau von einer Klippe. Doch den Körper seiner Frau fand man nicht. Dann ein Jahr später (1981), in der Nacht des Watanagashi, starb der Priester des Furude-Schreins, Rikas Vater, aufgrund einer mysteriösen Krankheit. In derselben Nacht beging seine Frau anscheinend Selbstmord, indem sie sich in den Onigafuchi-Sumpf warf. Jedoch schließt man das nur aus einem Abschiedsbrief, eine Leiche wurde nicht gefunden. Und ein Jahr danach (1982), auch in der Nacht des Watanagashi, wurde eine Hausfrau, die Schwägerin des von der Klippe gestürzten Einwohners, totgeprügelt aufgefunden. Der Mann dieser Hausfrau ist Teppei Houjou, der jüngere Bruder des Dammprojekt-Unterstützers, der zwei Jahre vorher von der Klippe gestürzt war. Der Neffe und Pflegesohn der Frau, Satoshi Houjou, verschwand wenig später.

Bekannte Stände

  • Takoyaki (Takoyaki sind Oktopus-Stücke, die in Teig gebacken sind. In der Sound Novel wird mehrmals erwähnt, dass es auf dem Fest einen Takoyaki-Stand gibt, in dessen Takoyaki kein oder nur wenig Oktopus enthalten ist.)
  • Kakigōri (Geschabtes Eis mit vielfältigen Zutaten, vor allem Sirup)
  • Zuckerwattenstand
  • Schießstand

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