Higurashi no Naku Koro ni Wiki
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Der Dammbau (ダム建設, damu kensetsu) spielt im Anime und im Manga eine wichtige Rolle. Das Bauprojekt, das für großes Aufsehen und massiven Protest sorgte, stand im Zusammenhang mit dem wirtschaftlichen Aufschwung Japans in den 1970er Jahren (nach japanischer Zeitrechnung: späte Shouwa-Ära). Es wäre eines der größten Projekte dieser Art in der Landesgeschichte gewesen und es ging um die Energieversorgung einer großen Region. Der Damm sollte der zweitgrößte Japans (nach der Kurobe-Talsperre) werden. Das gesamte Dorf Hinamizawa und alles, was flussaufwärts lag, darunter noch weitere Dörfer, wäre wegen des Dammbaus überflutet worden. Nur weil die Dorfbewohner nicht aufhörten dagegen anzukämpfen, und Tag und Nacht protestierten, schafften sie es, gegen die Regierung zu gewinnen. Letztendlich wurde der Dammbau gestoppt. Der Protest wurde vor allem von den Drei Großen Häusern angeführt. Die Protestbewegung bekam den Namen "Wächter von Onigafuchi", da Onigafuchi der alte Name von Hinamizawa war. Die Familie Furude stellte ihren Schrein als Hauptquartier der Protestbewegung zur Verfügung. Familie Kimiyoshi stellte mit Kiichirou Kimiyoshi den Vorsitzenden der Protestbewegung. Oryou Sonozaki spielte die wichtigste Rolle, indem sie diverse (darunter auch viele illegale) Widerstandsaktionen organisierte. Die Houjou-Familie bekam im Laufe des Damm-Kriegs einen sehr schlechten Ruf und wurde von den Dorfbewohnern als Familie von Verrätern angesehen. Nach dem Tod des Ehepaars Houjou hatten auch die Angehörigen, die mit dem Widerstand gegen die Sonozaki-Familie nichts zu tun hatten, nämlich Teppei und Tamae sowie Satoko und Satoshi mit den Folgen der Ächtung zu kämpfen.

Geschichte

Im Shouwa-Jahr 50 (1975) wurde bekanntgegeben, dass der Bau des Dammes beschlossen worden war. Überflutet worden wäre nicht nur Hinamizawa, sondern auch vier andere Dörfer: Takatsudo (hier spielt ein Teil des Kapitels Himatsubushi-hen), Yagouchi (wird im Kapitel Nekogoroshi-hen ausführlich erwähnt) sowie Kiyoshitsu und Matsumoto.

Betroffen vom Untergang der Dörfer wären neben den Bewohnern und ihren Haushalten unter anderem eine Grundschule, eine obere Schule, ein Postamt, die Verkaufsstelle einer bäuerlichen Kooperative, ein Holzlager des Forstamtes, fünf Schreine, zwei Tempel sowie eine Fischzuchtanlage gewesen. Wegen der Proteste gab es schließlich auch eine Gerichtsverhandlung. Der Prozess ergab, dass es eine Menge Bestechungen im Umfeld des Bauprojekts gab. Als alles zu kompliziert wurde, wurde der Bau des Damms abgebrochen. In Hinamizawa wird in den folgenden Jahren immer noch davon gesprochen, dass Oyashiro-sama - Hinamizawas Beschützer - alle bestraft, die das Dorf versinken lassen wollten.

Die Protestaktionen der Bewohner von Hinamizawa umfassten Petitionen, Demonstrationen, Sitzstreiks sowie auch Sabotage-Aktionen. Sie beriefen sich bei ihren Protesten unter anderem auf den Schutz der einzigartigen Natur von Hinamizawa, aber auch auf den Zorn Oyashiro-samas. Unter anderem wurden die Fenster der Büros auf dem Baugelände eingeworfen und in die Tanks der Baufahrzeuge wurde Zucker gefüllt, was zu schweren Schäden an den Fahrzeugen führte. Gerüchteweise waren die "Wächter von Onigafuchi" bereit, im Falle des Misserfolgs, also wenn das Dorf überflutet worden wäre, in ihren Häusern zu bleiben und mit dem Dorf unterzugehen.

Um die Aktionen der "Wächter von Onigafuchi" effektiver zu machen, organisierte die Sonozaki-Familie für eine Anzahl von jungen Leuten paramilitärisches Training im Süden der USA. Unter diesen jungen Leuten war auch Mion Sonozaki. Das Training wurde unter anderem von Kasai geleitet. Gerüchteweise lernte Mion damals sogar, einen Hubschrauber zu fliegen. Diese paramilitärische Einheit soll darauf vorbereitet worden sein, im Notfall einen direkten Angriff auf das Bauministerium in Tokyo durchzuführen.

Im Jahr 1978 wurde der Enkel des Bauministers, Toshiki Inukai, entführt und in den Wald von Takatsudo gebracht. Oishi und Mamoru befreiten in Himatsubushi-hen den Enkel, nachdem der Verdacht auf die "Wächter von Onigafuchi" gefallen war. Jedoch stellte sich heraus, dass die Befreiungsaktion unnötig war, denn Toshiki wäre vermutlich wenig später freigelassen worden. Der Bauminister hatte sich ergeben und das Dammprojekt abgebrochen. Die Bewohner von Hinamizawa zeigten ihre Verachtung für das Damm-Projekt auch noch danach, indem sie anfingen, auf der Baustelle illegal Gerümpel abzuladen. So wurde aus der Damm-Baustelle der Schrottplatz von Hinamizawa.

1979 zeigte sich jedoch, dass die Geschichte des Damm-Kriegs noch nicht zu Ende war. Der Leiter des Bauprojekts wurde infolge einer Streitigkeit von mehreren Arbeitern angegriffen, getötet und zerstückelt. Damit begannen die mysteriösen Tode von Hinamizawa. Der Leiter des Bauprojekts war ein Freund von Kuraudo Oishi. Oishi sah es als seine Pflicht an, die Morde aufzuklären. Er verdächtigte in erster Linie die Sonozaki-Familie wegen deren wichtiger Rolle beim Damm-Krieg.

In Saikoroshi-hen ("Eine Welt ohne Sünden") wird ein Szenario gezeigt, in dem die Bewohner von Hinamizawa das Damm-Projekt akzeptieren und sich friedlich auf das Verlassen des Dorfes vorbereiten. Alles Unglück, das sich aus dem Damm-Krieg ergeben hätte, findet nicht statt. Die Houjou-Familie wird in Frieden gelassen und auch die Ereignisse, die mit "Oyashiro-samas Fluch" in Verbindung stehen, finden nicht statt.


Mions Geschichte vom Dammbau

Als Mion Keiichi in Onikakushi-hen die Geschichte vom Dammbau erzählte, verschwieg sie unter anderem, dass man die zerstückelte Leiche eines Mitarbeiters des Bauprojekts fand. Sie sagte: Die Leute von der Regierung sind gekommen und wollten sofort einen Damm bauen. Darum haben alle gekämpft. Hätten die Dorfbewohner nicht dafür gekämpft, wäre das Dorf Hinamizawa überschwemmt worden. Sie haben den Kampf gegen die Regierung gewonnen, in dem der Bürgermeister und die einflussreichsten Einwohner alles versucht haben. Sie gingen sogar nach Tokyo und sprachen mit vielen Politikern. Letztendlich konnten sie den Dammbau stoppen. - Dies ist die Version, in der man einem Neuankömmling in Hinamizawa den Damm-Krieg normalerweise erklärte.

Houjou-Familie

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Da die Houjou-Familie für den Bau des Dammes war, wurde sie von den Dorfbewohnern verachtet. Selbst der Priester Furude wurde von ihnen verachtet, weil er sich für die Houjou-Familie einsetzte. Er bot ihnen Schutz auf dem Schrein-Gelände. Weil sie das Damm-Projekt befürworteten, wurden die Houjous als Verräter bezeichnet. Ein Großteil der Bewohner tyrannisierte sie dafür. Jedermann sprach schlecht über sie und man schaute sie nur noch mit eiskalten Blicken an. Zudem wurden sie, als der Protest eskalierte, von den Dorfbewohnern mit Steinen beworfen, sodass sie sich verstecken mussten (wie rechts im Bild zu sehen ist). Gleichzeitig versuchten die drei großen Häuser die Houjous zu Sündenböcken zu machen. Es war aus ihrer Sicht mehr als schädlich, dass Furude als Mitglied eines der drei Häuser und als ein Priester Oyashiro-samas denen, die für den Damm waren, eine Zuflucht gewährte.

Die Houjou-Familie hatte sich zum Fürsprecher für alle gemacht, die bereit waren, aus Hinamizawa fortzugehen und die großzügige finanzielle Entschädigung der Regierung anzunehmen. Vor allem arme Dorfbewohner sahen so eine Möglichkeit auf ein besseres Leben. Im Nachhinein sagten einige sogar, dass Houjou Mut bewiesen hätte, indem er für diese Dorfbewohner seine Stimme erhob und Oryou Sonozaki entgegentrat.

Obwohl Satokos Eltern starben und ihr Bruder Satoshi verschwand, und sie letztendlich nur noch alleine da stand, vergaßen die Dorfbewohner nicht, was damals war. Sie verachteten Satoko weiterhin und sahen sie mit kalten Blicken an, ohne ein bisschen Mitlied zu zeigen. Satoko fing an ihre Blicke zu ignorieren und damit klar zu kommen, obwohl sie wie jeder Mensch friedlich leben wollte. Doch sie musste es akzeptieren, denn sie konnte froh sein, dass sich nicht alle gegen sie stellten. Ihrer besten Freundin Rika war egal, was damals mit ihrer Familie und dem Damm war. Sie sagt auch öfters zu Satoko, dass die Vergangenheit abgeschlossen werden muss. Auch ihre Schulkameraden und ihre Lehrer haben nichts gegen Satoko (wahrscheinlich weil die meisten Schüler nichts von der Vergangenheit ihrer Eltern wissen). Doch es wird auch ersichtlich, dass die Sonozaki Familie versucht zu verzeihen, obwohl sie sich damals gegen die Houjous stellten. Beispielsweise als sie den Club-Mitgliedern dabei halfen, Satoko vor dem Missbrauch ihres Onkels Teppei zu schützen.

Trivia

  • An die Stelle, an der der Damm gebaut werden sollte, befindet sich nun der Schrottplatz.
  • Der Dammbau wird häufig als "Damm-Projekt" bezeichnet.
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